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Cuxhaven ist die Stadt meiner Kindheit und Jugend, dort lebte ich von 1970 bis 1986 in der Abendrothstraße
im Stadtteil Ritzebüttel. Auch wenn ich nicht dort, sondern in Sydney in Australien geboren bin,
betrachtete ich Cuxhaven lange als meine Heimatstadt und konnte mir überhaupt nicht vorstellen,
eines Tages von dort wegzuziehen.
Cuxhaven ist von seiner naturgeographischen Ausstattung her eine Stadt mit hohem Freizeitwert. Charakteristisch
für Cuxhaven sind die im Verhältnis zur Einwohnerzahl große Fläche des Stadtgebiets (ca.
178 km²), die Lage an Nordsee und Elbe und der landschaftliche Gegensatz von Marsch, Moor und Geest. Von der
insgesamt ca. 65 km langen Stadtgrenze verlaufen ca. 26 km direkt an Elbe und Nordsee, davon sind ca. 12 km
Sand- und Grünstrand (meist parallel zueinander). Der zentrale Teil des Stadtgebiets sowie der gesamte Osten
und Südosten liegen in der Marsch, praktisch auf Meeresniveau, der äußerste Süden wird von
Mooren eingenommen, während der westliche und südwestliche Teil des Stadtgebiets von der Geest
geprägt sind und vom Höhenzug der "Hohen Lieth" und seinen Ausläufern eingenommen wird.
Im Bereich der Stadtteile Duhnen, Sahlenburg und Arensch tritt die Geest mit den Landschaften "Duhner
Heide" und "Wernerwald" auf breiter Front (auf ca. 7 km Länge) unmittelbar an das Meer heran,
was sonst an der deutschen Nordseeküste nirgends der Fall ist. Die Geest umfaßt in Cuxhaven außerdem
noch die Sahlenburger, Arenscher, Holter und Altenwalder Heide sowie den im Stadtteil Altenwalde gelegenen zentralen
Bereich der Hohen Lieth mit der "Höltjer Höhe" (29 m ü. NN) und der knapp außerhalb
der Stadtgrenzen in Nordholz liegenden Erhebung "Hohe Lieth" (30 m ü. NN). In diesem Bereich tritt
auch der stärkste Kontrast und der größte Höhenunterschied zur unmittelbar östlich
anschließenden Marsch auf. Im Süden, etwa ab Köstersweg, hat Cuxhaven bereits Anteil an der
umfangreichen Moorlandschaft, die für das Sietland und das Binnenland des Landes Hadeln charakteristisch ist.
Hier, im Bereich der Siedlung Feuerstätte, befindet sich der südlichste Punkt des Cuxhavener Stadtgebiets,
von hier sind es über Luftlinie 11 km und über Straße bereits 14 km bis zum Stadtzentrum. Der
nördlichste Punkt des Cuxhavener Stadtgebiets ist die Kugelbake im Stadtteil Döse, die die Mündung
der Elbe in die Nordsee markiert.
Den Kernraum des Cuxhavener Stadtgebiets bilden die Stadtteile Alt-Cuxhaven und Ritzebüttel mit der
Nord-Süd-Achse Alte Liebe - Deichstraße - Nordersteinstraße - Schloß Ritzebüttel.
Das geschlossen bebaute Gebiet erstreckt sich von hier nach Osten bis Groden und Altenbruch-Westerende und nach
Südwesten bis Süder- und Westerwisch mit der Drangst sowie nach Nordwesten über Döse bis Duhnen.
Inmitten der Cuxhavener Feldmark erstreckt sich die geschlossene Bebauung entlang einzelner Straßenzüge
weiter nach Osten über die Alte Marsch bis Altenbruch und nach Westen über Stickenbüttel und Sahlenburg
bis Holte-Spangen. Die heutigen Grenzen des Cuxhavener Stadtgebiets bestehen, von marginalen Änderungen
wie die Rückgabe des Amerikahafens von Hamburg an Cuxhaven abgesehen, seit Juli 1972.
| Datum |
Eingemeindung von |
| 01.05.1905 |
Döse (mit Grimmershörn) |
| 01.03.1935 |
Süderwisch und Westerwisch (mit Drangst) Stickenbüttel (mit Brockeswalde) Duhnen Groden (mit Abschnede, Alte Marsch und Bahnhof Altenbruch) |
| 01.06.1970 |
Sahlenburg, Holte-Spangen |
| 01.02.1971 |
Berensch-Arensch |
| 01.07.1972 |
Altenbruch (mit Wehldorf) Altenwalde (mit Franzenburg, Gudendorf und Oxstedt) Lüdingworth (mit Köstersweg, Seehausen, Feuerstätte und Ostergehren) |
Im Gegensatz zur 18 km südöstlich gelegenen Nachbarstadt Otterndorf (Niederelbe), die bereits seit 1400
Stadtrechte besitzt und daher auch ein von Wallanlagen umfaßtes altertümliches Stadtzentrum hat, erhielt
Cuxhaven erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts Stadtrechte, nachdem mit der Eingemeindung von Döse die nach
hamburgischem Recht erforderliche Mindestzahl von 10.000 Einwohnern überschritten worden war. Daher besitzt
Cuxhaven kein mittelalterliches Stadtgepräge wie etwa Otterndorf, Stade, Lüneburg oder Celle.
Seit den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts befindet sich Cuxhaven leider in
einer anhaltenden schweren Wirtschafts- und Strukturkrise, die wie ein Fluch
auf dieser Stadt lastet und sich u.a. in folgenden Punkten zeigt:
- Hohe Arbeitslosigkeit
- Wiederholtes Scheitern von Projekten zur Strukturverbesserung
- Aufgrund der wirtschaftlichen Monostruktur stark eingeschränkte berufliche Perspektiven gerade
auch für gut ausgebildete junge Menschen und daher
- Starke Abwanderung v.a. junger Menschen und dadurch Rückgang der Einwohnerzahl
um mehr als 10 Prozent in den letzten 25 Jahren.
Leider haben die gesellschaftlich einflußreichen Gruppen in Cuxhaven
zu lange auf Tourismus und Fischwirtschaft als Säulen der lokalen
Wirtschaft gesetzt und sind nach außen hin zu uneinheitlich und
unentschlossen aufgetreten. Daß aus der Entwicklung der letzten 25 Jahre die richtigen
Schlüsse gezogen werden, bleibt der Stadt vor diesem Hintergrund sehr zu wünschen.
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| Ort |
Geogr. Breite |
Geogr. Länge |
Höhe ü. NN |
| Cuxhaven-Döse, Kugelbake |
53°53,7' N |
8°41,5' E |
2 m |
| Cuxhaven, Alte Liebe |
53°52,4' N |
8°42,7' E |
2 m |
| Cuxhaven, Krzg. Abendrothstr./Westerwischweg |
53°51,6' N |
8°41,7' E |
2 m |
| Cuxhaven-Sahlenburg, Wattwagenauffahrt |
53°51,8' N |
8°35,5' E |
1 m |
| Cuxhaven-Berensch, Dünenhof |
53°49,6' N |
8°34,6' E |
3 m |
| Cuxhaven-Altenbruch, Hof Warningsacker |
53°47,9' N |
8°50,6' E |
2 m |
| Cuxhaven-Lüdingworth, Feuerstätte |
53°46,0' N |
8°44,0' E |
1 m |
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