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Den Wechsel der Jahreszeiten zu erleben finde ich faszinierend.
Dadurch sieht man Orte, Landschaften und die gewohnte Umgebung immer wieder
in einem neuen Licht. Aber meine Lieblings-Jahreszeit ist ganz klar der Winter,
und zwar einer, der diesen Namen auch verdient - am besten mit einer drei- bis viermonatigen
Dauerfrostperiode bis Ende März und Tagesmaxima deutlich unter Null im
Hochwinter. Das ist ja auf hiesigen Breitengraden alles möglich, wenn
man einige Tausend Kilometer nach Osten oder Westen schaut, aber wir
haben nun einmal den warmen Nordatlantik vor der Haustür.
Zu den interessanten Wintern der letzten Jahre gehört der Winter
1995/96, in dessen Verlauf es von Anfang Februar bis z.T. Ende März zu einer
allgemeinen Vereisung der schleswig-holsteinischen Ostseeküstengewässer
kam. Damals wohnte ich in Kiel, und da der März kalt ausfiel (Tagesmaxima
meist unter 5 °C, regelmäßig Nachtfrost), war es auch nach Mitte März
noch möglich, kilometerweite Spaziergänge auf den zugefrorenen
Küstengewässern der Ostsee zu unternehmen. Erst Anfang
April schwamm das Küsteneis in größeren Schollen ab - damals mußte die
Feuerwehr einen leichtsinnigen Mann von einer abschwimmenden Eisscholle retten.
Die nachstehenden Fotos wurden am 20. März 1996 auf dem Ostsee-Eis vor Kiel-Schilksee aufgenommen.
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